Gesellschaft

Soziale Sicherheit

Südkorea hat ein Arbeitsmarkt- und Sozialfürsorgesystem, das dem internationalen Standard entspricht. Die Grundrechte der Arbeiter sowie der Angestellten im Öffentlichen Dienst sind garantiert. Bei Letzteren gibt es kleine Einschränkungen, was die Möglichkeiten eines Arbeitskampfes angeht.

In den 1980er Jahren führte Korea den Mindestlohn ein, um die Rechte der Arbeiter weiter zu verbessern. Außerdem hat die Regierung das Equal Employment Opportunity Act, ein Gesetz zur Gleichstellung aller Arbeitnehmer, verabschiedet sowie ein System zur Verbesserung der Chancen von Behinderten auf dem Arbeitsmarkt eingeführt.

Innerhalb des Sozialversicherungssystems gibt es eine Unfall-, eine Kranken-, eine Arbeitslosen- und eine Todesfallversicherung. Der Abschluss einer Krankenversicherung ist für alle Bürger Pflicht. Ende Juni 2014 waren 50,14 Millionen Menschen (einschließlich der Ausländer), d.h. 98,5% aller Bürger, also fast die gesamte Bevölkerung, krankenversichert. Im Krankheitsfall stehen dem Bürger hochqualifiziert Ärzte zur Verfügung, wobei die Kosten für medizinische Leistungen moderat sind. Viele Länder haben sich das Gesundheitssystem Koreas zum Vorbild genommen.

Arbeitnehmer schließen eine Arbeitslosenversicherung ab. Bei Verlust des Arbeitsplatzes hat ein/e Arbeitnehmer/in für eine gewisse Zeit Anspruch auf die Hälfte seines/ihres Lohns und auf eine Umschulung. Arbeitnehemr schließen auch Verträge zu Altersrenten und staatlichen Pensionen ab.