Sport

Bei den Olympischen Sommerspielen in London 2012 erreichte das koreanische Nationalteam Platz fünf im Medaillenspiegel (Gold, Silber und Bronze). Es ist auch bemerkenswert, dass das Team bei diesen Spielen im Fußball die Bronzemedaille gewann. Welches Potenzial Korea im Fußball hat, zeigt sich darin, dass einige südkoreanische Fußballer für europäische Fußballligen spielen. Bei den Olympischen Spielen 2008 gewann das koreanische Team die Goldmedaille im Baseball. Einige der südkoreanischen Spieler sind heute in US-amerikanischen und japanischen Teams sehr populär.

Im Eiskunstlauf waren Asiaten zunächst nicht sehr erfolgreich, aber das änderte sich schnell, als die Südkoreanerin Yuna Kim in dieser Disziplin Weltrekorde brach. Selbst im Fechten, das zunächst als Sport der westlichen Welt und des Adels angesehen wurde, haben südkoreanische Athleten viele Medaillen gewonnen. Es ist weithin bekannt, dass viele Südkoreaner die PGA (Professional Golfers' Association/ Verband der Berufsgolfer)- und LPGA (Ladies Professional Golf Association/ Professioneller Damengolf-Verband) -Wettkämpfe gewonnen haben. Drei von vier sind immer unter den Top Ten bei den LPGA-Wettkämpfen. Der Große Preis von Korea wurde von der Formel-1-Saison 2010 bis 2013 in Yeongam, Provinz Jeollanam-do, ausgetragen. Darüber hinaus veranstaltet Südkorea jedes Jahr ein professionelles internationales Straßenrad-Etappenrennen, die Tour de Korea.

Die Hauptgründe für die Entwicklung Südkoreas zu einer starken Sportnation, liegen in der Sportbegeisterung vieler Menschen und in gezielten Investitionen. Man sucht nach begabten jungen Athleten, trainiert sie professionell und hilft ihnen, ihre Fähigkeiten durch intensive Wettkampferfahrungen immer weiter zu verbessern. Es gibt auch Sportanlagen, in denen nur die Athleten trainieren können, die sich für internationale Sportwettkämpfe, wie die Olympischen Spiele oder die Asienspiele, qualifiziert haben.

Die Sportinfrastruktur des Landes

In den Ferien treffen sich koreanische Fußballfans schon früh am Morgen, um zu spielen. Teams aus Nachbardörfern spielen gegeneinander, gegenwärtig sind es etwa 500.000 Fußballspieler, die an solchen nachbarschaftlichen Wettkämpfen teilnehmen. Das Land verfügt über eine solide und breit gefächerte Sportinfrastruktur. 2013 waren 4,13 Millionen sportbegeisterte Mitglieder in Sportclubs, das sind 8,1 % der Gesamtbevölkerung. Die Zahl der in Vereinen spielenden Fußballbegeisterten beläuft sich auf 590.000. Damit ist Fußball die beliebteste Sportart, gefolgt von Tennis, Badminton, Tischtennis, Gateball und Fitness.

In dem Bemühen, junge Menschen zu ermuntern, sich physisch zu betätigen, setzt sich die Regierung dafür ein, dass es ein großes Angebot von Sportvereinen gibt. So ist zum Beispiel die Zahl der Marathon-Clubs drastisch angestiegen.

Im Frühling und im Herbst finden im ganzen Land an den Wochenenden regelmäßig Marathonläufe statt. An einem Marathonlauf für Amateure nehmen oft Tausende oder sogar mehrere zehntausend Menschen teil. Man schätzt, dass 800.000 bis vier Millionen Menschen joggen, laufen oder sich an einem Marathon-Wettbewerb beteiligen. An einem der letzten Marathonläufe haben über 20.000 Menschen, Profis und Amateure, teilgenommen.

Da Korea ein gebirgiges Land ist, bietet es für Wanderer und Kletterer ideale Voraussetzungen. Da viele Berge in der Nähe großer Städten liegen, können sie ihrem Sport ohne großen Aufwand nachgehen. Es gibt auch viele Gegenden, wo man an einer Felswand klettern kann.

Besonders beliebt sind in letzter Zeit die Wanderwege auf der Insel Jejudo. Da geradezu ein „Wanderboom“ entstanden ist, wetteifern die Kommunalregierungen darum, gute Wanderwege zu schaffen. Fahrradfahren, ein anderer umweltfreundlicher Sport, wird auch immer populärer, dementsprechend hat sich die Zahl der Fahrradclubs erhöht. Überall im Land gibt es Radwege. Viele Menschen machen an den Wochenende gern Radtouren entlang der Flussufer.

Koreaner gehen auch gern zu professionellen Baseball-, Fußball- und Volleyballspielen und fiebern mit ihrem Team mit. Etwa 8 Millionen Menschen besuchen jedes Jahr ein Fußballspiel, 3 Millionen ein Baseballspiel.