Konzerte

AsianArt Ensemble - Gegenübergestellte Zeit II - Vibrierende Membrane

Veranstaltungsdatum
Samstag, 14. Oktober 2017 / 20:00
Ort

Villa Elisabeth
Invalidenstr. 3
10115 Berlin

Eintritt
Abendkasse 15 € / erm. 10 €
Gegenübergestellte Zeit II - Vibrierende Membrane

Die koreanische Bambusquerflöte Daegeum, originäre Musik für Daegeum und akuelle Musik für diese Instrumente in Kombination mit den Instrumenten des AsianArt Ensembles

Über das Konzert

Das seit 2009 existierende AsianArt Ensemble widmet sich der Kreation einer neuen Sparte in der Musik, die weder nur sogenannte Weltmusik sein will, noch in dem Mainstream der Neuen Musik beheimatet ist und die wir als »Aktuelle Musik der Welt« bezeichnen möchten.

»Gegen«, »über« und »Zeit« sind vielleicht die entscheidenden Stichworte dieser Konzertreihe, die Brücken über Musikkulturen und Zeiten hinweg schlagen will.

Mit seiner Besetzung aus Sheng (chinesische Mundorgel), Koto (japanische Wölbbrettzither), Daegeum (koreanische Bambusflöte), Gayageum (koreanische Wölbbrettzither), Janggu (koreanische Sanduhrtrommel)und europäischen Streichinstrumenten war es immer darauf angewiesen, neue Werke für diese weltweit einzigartige Kombination von Instrumenten zu initiieren und ist insofern vielleicht das Ensemble für eine neue, aktuelle Musik der Welt - nicht zuletzt einfach aus dem Grunde, da es neue Musik braucht, um zu existieren.

Andererseits ist das Ensemble bemüht, die Wurzeln der jeweiligen Instrumente und Musikkulturen nicht zu verleugnen - ja eigentlich hervorzuheben. Diese neue Konzertreihe möchte beginnend mit der originären Musik der koreanischen Instrumente Ajaeng gestrichene Wölbbrettzither), Haegeum (Kniegeige) und Daegeum aktuelle Musik den Instrumenten des AsianArt Ensembles gegenüberstellen. In Planung für 2018 sind dann »Gegenübergestellte Zeit III und IV« mit der chinesischen Sheng und der japanischen Koto und ihren zugehörigen originären Musiken und aktuellen Werken.

Die asiatischen Instrumente, besonders die koreanischen, sind durch ihre Ursprünglichkeit wahre Fundgruben für neue Klangfarben. Sie öffnen die Tür zu neuen Klangwelten und bringen mit der mannigfaltigen Rhythmik, auf der koreanische Musik basiert, noch ein weiteres - in der Neuen Musik vernachlässigtes - Element wirkungsvoll zur Geltung.

In der koreanischen Musik kommen die Instrumente in dem Solomusikgenre »Sanjo« am wirkungsvollsten zur Geltung. Die stets von der Trommel Janggu begleitete Musik ist höchst ausdrucksreich und lässt dabei auf virtuose Weise viele Spielarten erklingen. Deshalb werden sich die Instrumente mit jeweils einem Sanjo präsentieren.

Wie bereits erwähnt, sind neue Werke die Existenzgrundlage für das AsianArt Ensemble, so dass für jedes der drei Instrumente (in Kombination mit den Instrumenten des AsianArt Ensembles) ein Kompositionsauftrag an die Komponisten Daniel Oliver Moser, KIM Texu und die Komponistin KIM Yei Rang vergeben wurde. Abgerundet werden die Konzerte mit Werken aus dem Repertoire des Ensembles und konzipierten Ensembleimprovisationen, basierend auf der improvisierten Musik »Shinawi«. Im Rahmen einer Moderation werden die Instrumente und ihre jeweilige Musik vorgestellt, und es wird eine Einführung in die neuen Werke gegeben.

Programm

Originäre Musik
Daegeum Sanjo der SEO Yung-Seok Schule
für Daegum und Janggu

In Gedenken an YUN Isang, anlässlich seines 100. Geburtstages
Originär koreanische Musik / YUN Isang
Cheongseong-Gok / 1. Etüde für Flöte
für Daegeum solo

KIM Texu (*1980)
Neues Werk (Kompositionsauftrag)
für Daegeum und Ensemble

Daniel Moser (*1982)
Tamatebako (2015)
für Daegeum, Basskoto, Viola, Cello und Kontrabass

HARADA Keiko (*1967)
Vanishing Point Study IIa (2013)
für Daegeum, Violine, Viola und Kontrabass

Tom Rojo Poller (*1978)
Rescattered Melodies- Sanjo Remix (2013)
für Daegeum und Violoncello

AsianArt Ensemble
Shinawi of Berlin 2017.2
für Daegeum, Basskoto, Violine, Viola, Cello, Kontrabass
und Janggu/Jing

Mitwirkende

WU Wei - Sheng
YOO Hong - Daegeum
KIKUCHI Naoko - Koto
SUNG You Jin - Gayageum
Matthias Leupold - Violine
YOO Chang-Yun - Viola
Gabriella Strümpel - Cello
Matthias Bauer - Kontrabass
CHUNG Il-Ryun - Leitung und Moderation

AsianArt Ensemble

Ensemble für aktuelle Musik der Welt

Das 2007 initiierte und 2009 in der jetzigen Form gegründete AsianArt Ensemble erhielt 2012 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für seine erste CD „asianart ensemble“, erschienen bei Celestial Harmonies. Einzigartig in der Welt in seiner Besetzung und der Musik, die es darbietet, hat es sich bereits einen festen Platz in der Musiklandschaft gesichert. Die Besetzung des Ensembles mit Instrumenten aus China,Japan, Korea und europäischen Streichern eröffnet neue Wege in der aktuellen Musiklandschaft jenseits der bekannten Strömungen der Neuen Musik oder der sogenannten Weltmusik. Es ist vielmehr auf dem Wege, eine „aktuelle Musik der Welt“ zu kreieren. Die Konzertprogramme beschreiten neue Klangräume, die weder dem europäischen noch dem asiatischen Kulturkreis direkt zugeordnet werden können. Abgerundet werden die Konzerte stets von Musik, die das improvisatorische Element betonen und die dem spielerischen und virtuosen Können seiner Mitglieder freien Raum geben.

Die Laudatio zum Preis der Deutschen Schallplattenkritik von Helmut Rohm bringt es auf den Punkt:

„Ein aus Stücken fernöstlicher und deutscher Provenienz bezwingend komponiertes Programm! Den Musikern des 2007* in München gegründeten AsianArt Ensemble glückt es, eine Kultur des Zusammenspiels zu entwickeln, die staunen macht. Während sie im Klangfluss Intonationsweisen und Vokabularien, Kolorit und rhythmische Energien morgen- und abendländischer Tradition in Eins fließen lassen,möchte man als Hörer mitunter glauben, Zeit und Raum spielten keine Rolle mehr."

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Park Jiha (Komposition, Piri, Saenghwang, Yanggeum, Gesang), John Bell (Vibrafon), KimOki (Saxofon, Bassklarinette), Jeon Jekon (Bass)