Symposium

Symposium: „Pansori in Europa: Zwischen Vermittlung und Aneignung“

Veranstaltungsdatum
Samstag, 15. Juli 2017 / 11:00
Ort

Koreanisches Kulturzentrum
Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
Space GODO
Leipziger Platz 3
10117 Berlin

Eintritt
frei
Symposium

Symposium:
„Pansori in Europa: Zwischen Vermittlung und Aneignung“

Leitung: Jan Creutzenberg (Theaterwissenschaftler), Matthias R. Entreß (Musikkurator, Journalist)

  • Samstag, 15. Juli 2017, 11.00 bis 18.30 Uhr 
  • SPACE GODO im Koreanischen Kulturzentrum (Leipziger Platz 3, 10117 Berlin)
  • Eintritt frei, Anmeldung zu gegebener Zeit erbeten unter gugak@kulturkorea.org

Viele Legenden ranken sich ums koreanische Pansori, die gesungenen Romane Koreas. Sänger, deren Schicksal ihr herzzerreißender Gesang ist, exorbitante Aufführungsdauern und eine lebendige Kunst, die die Spuren jahrhundertelanger stürmischer Kulturgeschichte sehen läßt – in Korea schon nicht mehr alltäglich, sind Aufführungen im Ausland äußerst rar. Eine Aufführungsform, die aus nichts als 1 SängerIn plus TrommelbegleiterIn besteht, erscheint ja auch ziemlich aus der Welt gefallen. Trotzdem studieren junge Sänger die riesigen Werke, und kommt es zu einer Begegnung mit ausländischem Publikum, öffnet es ungeahnte Möglichkeiten.

Das traditionelle Sing/Erzähltheater Pansori ist spätestens seit seiner Ernennung zum Immateriellen Welterbe der Menschheit durch die UNESCO 2003 auch außerhalb Koreas nicht mehr unbekannt. Bereits vorher traten koreanische Sänger immer wieder in Europa auf und auch nicht-koreanische Forscher und Künstler beschäftigten sich mit dieser eigenwilligen Kunst, die sowohl durch ihre epischen Erzählungen und stimmliche Virtuosität in ihren Bann zieht. Heute finden regelmäßig Gastkonzerte und grenzüberschreitende künstlerische Kollaborationen statt, aber auch in Europa selbst ist eine lebhafte Pansori-Kultur mit Workshops, Wettbewerben und neuen künstlerischen Arbeiten entstanden.

Welche Aufführungsformen wurden und werden bei der “europäischen” Rezeption von Pansori bevorzugt? Wie kann einem europäischen Publikum eine fremde Tradition nähergebracht werden und welche Erfahrungsmöglichkeiten ergeben sich? Mit welchen anderen Künsten finden interkulturelle Experimente statt? Was für eine Rolle spielt ein gemeinsames Kulturerbe für Migranten aus Korea in Europa? Wie und von wem werden künstlerische Austausche organisiert? Welche “Verwebungen” entstehen aus diesen Begegnungen? Und wie kann gewährleistet werden, dass die Authentizität der Erzählkunst zwischen Kulturpolitik und kreativen Aneignungen nicht auf der Strecke bleibt?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich Musik-, Theater- und Literaturwissenschaftler aus ganz Europa bei einem Symposium in Berlin aus historischer, ästhetischer und praktischer Perspektive. Mit Vorträgen, Diskussionsrunden und natürlich einer Pansori-Aufführung soll nicht nur eine Bilanz der bisherigen europäischen Pansori-Geschichte gezogen, sondern auch Methoden für zukünftige Projekte ausgelotet werden.


Vorträge von: Hervé Péjaudier und Han Yumi (Paris), Barbara Wall (Hamburg), Dorothea Suh (Halle), Matthias R. Entreß (Berlin) und Jan Creutzenberg (Seoul). Diskussionsbeiträge von Heinz-Dieter Reese (Köln), Soogi Kang und Dietmar Lenz (Theater Salpuri, Berlin), Jared Redmond (Seoul), Hyo Jin Shin (Berlin), Il-Ryun Chung (Berlin), Sebastian Claren (Berlin), Shin-Hyang Yun (Berlin), Sol-i So (Dresden) und Harim Kim (Berlin).

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