Kultur

„Die Teilnehmer sind aus ganz Europa angereist.“

Interview mit Bettina Dirauf, Teilnehmerin am Finale des Koreanischwettbewerbs des König-Sejong-Instituts in London
 

Bettina Dirauf beim Finale des Koreanischwettbewerbs des König-Sejong-Instituts 2014 in London (Foto: privat)

Sie haben am Finale des Wettbewerbs für die Region Europa in London teilgenommen. Was hat Ihnen besonders an der Veranstaltung gefallen?

Für mich war es besonders interessant, die anderen Teilnehmer kennenzulernen. Es war spannend, zu erfahren, warum, seit wann, wo und mit welchem Ziel sie die koreanische Sprache lernen.

Wie war das Niveau der anderen TeilnehmerInnen, und was für Beiträge wurden geliefert?

Das Niveau war sehr hoch, besonders natürlich das der Gewinnerinnen. Diane aus Frankreich trat im Hanbok auf, tanzte und sprach über die traditionelle koreanische Kultur. Rebecca aus England erzählte von ihren Erfahrungen mit der Kultur Koreas und dem Erlernen der koreanischen Sprache. Monika aus Polen berichtete von ihrer Korea-Reise und Anna, die übrigens zur Hälfte Deutsche ist, trat im traditionellen Kostüm und auf und trug Auszüge aus einem Pansori [epischer Gesang] vor. Es gab auch zwei Vorträge über die koreanische Dating-Kultur.

Welche Nationen haben teilgenommen?

Die Teilnehmer sind aus ganz Europa angereist: aus Frankreich, Großbritannien, Polen, Portugal, Spanien, Tschechien, Bulgarien und Ungarn. Die beiden Teilnehmerinnen aus Russland und der Ukraine konnten nicht zum Wettbewerb nach London kommen. Sie haben ihren Vortrag aufgenommen, und bei der Veranstaltung wurde dann das Video gezeigt.

Im Koreanischen Kulturzentrum in London (Foto: privat)

Wer ist als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen, und welche Preise wurden vergeben?

Es wurden vier Preise in vier Kategorien verliehen. Es gab einen Preis für fließendes Sprechen, einen Preis für die Liebe zu Korea, einen Förderpreis und einen Popularitätspreis. Gewonnen haben Rebecca Paterson und Anna Yates aus Großbritannien, Diane Wagner aus Frankreich und Monika Olszynska aus Polen. Die Preisträgerinnen werden im Oktober nach Korea fliegen und dort an einem Kulturprogramm teilnehmen.

Die TeilnehmerInnen des Finales (Foto: privat)

Inwieweit hat Sie der Wettbewerb dazu motiviert, Ihr Koreanischlernen fortzusetzen?

Dass ich in Berlin den „Exzellenzpreis“ bekommen habe und dann auch noch die Gelegenheit hatte, nach London zu fliegen, war eine große Ehre für mich. Ich habe während der vergangenen neun Monate sehr fleißig Koreanisch gelernt, und dass meine Leistungen in dieser Form anerkannt wurden, hat mich motiviert, in Zukunft noch mehr zu lernen, um besser zu werden. 

Als Reaktion auf meinen Gewinn in Berlin haben sich noch weitere, ganz unerwartete Chancen für mich ergeben. Das Koreanische Kulturzentrum veröffentlicht auf seiner Internetseite meinen Reisebericht über meine erste Korea-Reise [siehe den Reisebericht „Kreuz und Quer durch Korea“ auf dieser Website, Anm. d. Red.]. Außerdem habe ich ein Mitglied der Koreanischen Botschaft in Bonn Herrn Johngmahn Park getroffen. Dafür bin ich sehr dankbar, und das gibt mir die Energie, die ich brauche, um mein Studium mindestens genauso erfolgreich fortzusetzen.

                                                                                           Das Interview führte Gesine Stoyke (Redaktion Kultur Korea).
 

Foto: privat

Bettina Dirauf studiert seit Oktober 2013 Medienwissenschaft und Koreanistik als Zwei-Fächer-Bachelor an der Ruhr-Universität Bochum. Ebenfalls seit Oktober 2013 lernt sie intensiv Koreanisch an der Universität.

Gesine Stoyke

Redaktion "Kultur Korea"

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