MAH-UHM

Theresa Hak Kyung Cha

MAH-UHM (21.9-17.11)

Die erste Retrospektive von Theresa Hak Kyung Cha in Berlin
kuratiert von Ka Hee Jeong

Die Retrospektive <MAH-UHM> mit Videoarbeiten und Literatur der Künstlerin Theresa Hak Kyung Cha in der gallery damdam der Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea.

Theresa Hak Kyung Cha (1951-1982) ist eine der bedeutendsten koreanisch-amerikanischen Künstlerinnen. Trotz ihres kurzen Lebens hat sie viele wichtige Kunstwerke, darunter Filme, Zeichnung, Performances, Skulpturen und Literatur, geschaffen. Obwohl Cha als Pionierin der Postmoderne, des Postkolonialismus und des Feminismus gilt, gab es bislang noch keine Möglichkeit, gesammelte Werke von ihr in Berlin zu sehen. Die Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea in Berlin plant eine Einzelausstellung, die einen Fokus auf fünf Videoarbeiten und Literatur von Cha legen wird. Chas Hauptthemen sind der Begriff des Verlusts und die Sprache. Cha zeigt den Verlust der eigenen kulturellen Identität und des Zugehörigkeitsgefühls, indem sie den Zerfall der Muttersprache während des Migrationsprozesses dokumentiert. In ihren Videos und ihrer Literatur beschäftigt sie sich mit den Mühen, welche mit dem Erlernen einer neuen Sprache einhergehen, und den „Kampf“, sich in eine neue Gesellschaft zu integrieren. In Chas paradigmatischem Symbolismus steht der Austausch der Muttersprache mit einer neuen Sprache für die Flucht aus einer stabilen gesellschaftlichen Umgebung.

Programm der Ausstellung

• Vernissage: 20.9.2018, um 19 Uhr

• Vortrag von Kate-hers RHEE (Englisch)
  Lecture Performance in Rahmen der Vernissage: 20.9.2018, um 19:30 Uhr

• Workshop mit Mischa Leinkauf (Deutsch) für die Studierenden
  1. Teil 1: 27. - 28.9.2018, von 11 - 16 Uhr
  2. Teil 2: 1. - 2. 11.2018
  3. Ausstellung: 9.11. - 17.11.2018

• Buchvorstellung mit der Übersetzerin Heide Hinrichs (Deutsch)
  Lesung von „Dictee“: 7.11.2018, um 18 Uhr


Workshop über Therese Hak Kyung Cha mit Mischa Leinkauf
„Gegenwart von Vergangenheit durchdrungen“

In dem zweiteiligen praxisorientierten Workshop, der in einer gemeinsamen Ausstellung im Koreanischen Kulturzentrum mündet, treten neu geschaffene Arbeiten von Studierenden in einen Dialog mit Chas ausgestellten Videoarbeiten. Durch viele von Chas Arbeiten zieht sich das Thema Entwurzelung und Verlust, und nahezu alle ihrer Arbeiten beziehen sich auf sehr persönliche Erlebnisse und Erfahrungen. In Analogie dazu untersuchen wir im ersten Teil des Workshops die persönliche Motivation und ganz privaten Hintergründe der TeilnehmerInnen in Bezug auf Identität, Verlust, Ängste und Leidenschaft. Die Erfahrungen der Vergangenheit bilden die Grundlage für eine neue zeitgenössische Arbeit der TeilnehmerInnen. Gemeinsam mit Künstler und Filmemacher Mischa Leinkauf werden die Arbeiten entwickelt, welche sich auf die Medien Sprache/Text, Performance oder Film beschränken sollten. Kuratorisch treten die entstandenen Arbeiten im zweiten Teil des Workshops in einen Dialog mit Chas ausgestellten Werken. Sie werden im Koreanischen Kulturzentrum als Erweiterung der Ausstellung gezeigt. Vergangenheit im Dialog mit Gegenwart.
Wenn Sie an diesem Workshop teilnehmen möchten, schreiben Sie bitte bis zum 7.7.2018 eine E-Mail an die Kuratorin Ka Hee Jeong (kahee.jeong@kulturkorea.org) mit CV und Portfolio. Der Workshop richtet sich nur an Studenten und die Teilnehmerzahl ist auf max. 8 Personen begrenzt. Pro Person werden Produktionskosten in Höhe von 100€ für die Ausstellung gefördert.

Foto : Theresa Hak Kyung Cha: Permutations, 1976; 16mm film; black-and-white, silent, 10 min.; University of California, Berkeley Art Museum and Pacific Film Archive; gift of the Theresa Hak Kyung Cha Memorial Foundation.
[Note: The artist's sister (pictured) is the subject of this structuralist work. Cha herself appears in a single frame.]