Kunst

2019 Daegu Photo Biennale in Berlin Special Exhibition

Ausstellungdauer
24. August 2019 - 07. September 2019
Vernissage
Freitag, 23. August 2019 / 18:00
Ort

Kunstverein am Rosa-Luxemburg Platz

Linienstraße 40

10119 Berlin

Eintritt
frei

Die Daegu Photo Biennale Special Exhibition

MorphO, isolation of portable pressure

 

Kurator*innen: Chiara Valci Mazzara, Kim Dohyeong

Künstler*innen:  Jung Sungtae, Ricarda Roggan, Henrik Strömberg, Woo Changwon

Eröffnung: 23.08.2019 (Fri), 18.00 Uhr

 

Die Daegu Photo Biennale Special Exhibition in Berlin 2019 ist das erste Projekt dieser Art in Europa und fungiert als künstlerische Schnittstelle zwischen der Stadt Daegu und der europäischen Kunstszene. 

Das Herzstück der Ausstellung bilden verschiedene Systeme von Referenzen, welche die Arbeitsweise der Künstler*innen, die in zwei unterschiedlichen geografischen Regionen angesiedelt sind, kennzeichnen. Genau dies hat mich dazu veranlasst, Fotograf*innen auszuwählen, die sich durch ein bemerkenswertes Talent auszeichnen, und ihre künstlerische Praxis durch eine sorgfältige Auswahl von Werken abzubilden. Das Konzept, das zum Thema der Ausstellung erhoben wurde, ermöglicht die Präsentation einer Schau, die kohäsiv und facettenreich zugleich ist.  

Die Künstler*innen Ricarda Roggan, Henrik Stromberg, Jung Sungtae und Woo Changwon wurden unter Berücksichtigung eines gemeinsamen Nenners ausgewählt, der im Bereich ihrer visuellen und konzeptionellen Empfindungen liegt. Gleichzeitig fanden die Unterschiede ihres künstlerischen Prozesses und ihrer Ästhetik Berücksichtigung.  

Das Thema der Ausstellung ist auf die Idee des MorphO zurückzuführen (so geschrieben, wobei „Morph-“ für die sich kontinuierlich verändernde Form der Materie steht – im übertragenen und im wörtlichen Sinne – und das „O“ für den Versuch, etwas gleichzeitig beizubehalten und zu umschließen, wie ein Kreis). Morph-O - weder Metamorphose noch Morphose - steht für die Wurzel des Wortes: „Morph“ respektive seine etymologische Bedeutung. Es nimmt Bezug auf die Gestalt, Veränderung, Form des Objekts, dessen Materie, Inhalt, Format. Die Reibung, die durch sich kontinuierlich verändernde Formen und Werke erzeugt wird, die in Referenz zueinander stehen, erzeugt einen Dialog, der auf einem neu überdachten System von Referenzen basiert. Auch wenn deren Ästhetik Unterschiede aufweist, teilen sie die Gemeinsamkeit der intensiven fotografischen Erkundungen.

Portable pressure ist der Druck des Objekts, das physikalische Gewicht und – im übertragenen Sinne – das Gewicht, das ihm durch seine Vergangenheit, seine neuen Inhalte, seine Geschichte und sein neues Leben verliehen wird, wenn es in fotografische Arbeiten und in skulpturale Formen einfließt.

Durch die fotografischen Arbeiten und die Skulpturen, die im Rahmen der Ausstellung miteinander verwoben werden, wird das Verhältnis zwischen Gewicht und Volumen erkundet, ausgehend von früheren Bedeutungen und der Beschaffenheit der Objekte in Zeiten von Vergänglichkeit und Beständigkeit.

Die unterschiedlichen Werke, die so präsentiert werden, als befänden sie sich in einer idealen Kommunikation miteinander, werden dazu beitragen, dass in der Schau zu einer flexiblen und direkten Interpretation und zu einem Komplex von Meta-Bedeutungen angeregt wird.

 

-Chiara Valci Mazzara-