Junge koreanische Talente: DaGam 多感 - Modern Pansori

Veranstaltungsdatum
Mittwoch, 22. August 2018 / 19:00
Ort

Koreanisches Kulturzentrum
Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
Space GODO
Leipziger Platz 3
10117 Berlin

Eintritt
frei. Anmeldung erforderlich.
DaGam 多感 - Modern Pansori

Kim Wan Ah 김완아, Pansori
Park Min Ji 박민지, Gayageum
Moon Su Ji 문수지, Geomungo
Lee Cho Long 이초롱, Daegeum
Lee Sang Kyung 이상경, Percussion

Pansori wird oft als langer epischer Gesang oder als Theater des Erzählens beschrieben. Bei einer Pansori-Aufführung wird ein Sänger oder eine Sängerin, ausgestattet nur mit einem Tuch und einem Fächer, von einem Trommel-Spieler (Gosu) auf der Buk (Fasstrommel) begleitet. Mit nur einfachen Requisiten werden die Zuhörer in eine Welt „gesungener Romane“ mitgenommen und erleben einen Kosmos von Gefühlen und Spannungen. Pansori als Gesang zu beschreiben greift hierbei allerdings zu kurz: Der Sänger oder die Sängerin erzeugt mit seiner oder ihrer Stimme unterschiedlichste Klänge, die das gesamte Spektrum vom Singen, Sprechen, Krächzen bis hin zum Schreien und Weinen abdecken. Von den Pansori, die heute noch gesungen werden, sind insgesamt fünf überliefert: „Simcheongga“, „Sugungga“, „Chunhyangga“, „Heungboga“ und „Jeokbyeokga“. 2003 wurde Pansori von der UNESCO in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.

In diesem Konzert führt die Sängerin Kim Wan Ah Auszüge aus allen fünf überlieferten Pansori auf, interpretiert und instrumentiert diese aber neu mit weiteren koreanischen Instrumenten wie der Geomungo (große Wölbbrettzither, deren Saiten mit einem kleinen Holzstab angeschlagen werden), Gayageum (Wölbbrettzither), Daegeum (Bambusquerflöte) und verschiedenen Percussion-Instrumenten. Populäre Pansori-Auszüge erklingen mit diesen Neuinterpretationen in einem neuen klanglichen Gewand.

DaGam 다감 多感

Das Ensemble DaGam besteht aus gleichgesinnten Musikerinnen, die sich der koreanischen traditionellen Musik (Gugak) verschrieben haben und erstmals 2012 bei einem gemeinsamen Konzert im Seouler Namsangol Hanok Village aufgetreten sind. Die beiden Silben des Ensemble-Namens bedeuten „viel“ (Da) und „Gefühl“ (Gam). Das Ensemble DaGam wünscht sich, mit seiner Musik eine heilende Wirkung auf die Zuhörer auszuüben. Seit Gründung des Ensembles haben die Musiker regelmäßig Konzerte in Korea gegeben, u. a. zu offiziellen Anlässen im Gyeonghuigung Palace (Seoul 2017), in Youngju (2017) und im Unhyeongung Palace (Seoul 2018).

Programm

Sin Salpuri 신살푸리
ein neu komponiertes Werk für Instrumentalmusik auf der Grundlage des „Salpuri“

Jebi Nojeonggi 제비노정기 – Reiseroute der Schwalbe
aus dem Pansori „Heungboga“ 흥보가 (mit Geomungo)

Byeoljubu-ga tokki-reul mannaneun daemok 별주부가 토끼를 만나는 대목 – Passage, in der die Schildkröte das Kaninchen trifft
aus dem Pansori „Sugungga“ 수궁가 (Komposition: Kang Soul-leaf, mit Daegeum)

Sarangga 사랑가 – Liebeslied
aus dem Pansori „Chunhyangga“ 춘향가 (mit Gayageum)

Sim Bongsa nun tteuneun daemok 심봉사 눈 뜨는 대목 - Passage, in der der Blinde Sim wieder sehen kann
aus dem Pansori „Simcheongga“ 심청가 (mit Gayageum, Geomungo und Daegeum)

- Pause -

Neu arrangiertes Lied Gasiri 가시리 – Liedtext aus der Goryeo-Dynastie
(Komposition: Kang Soul-leaf)

Jo Jaryong hwal ssoneun daemok 조자룡 활 쏘는 대목 – Passage, in der Jo Ja-ryong mit seinem Bogen schießt
aus dem „Jeokbyeokga“ 적벽가 (mit Perkussionsinstrumenten)

Neu arrangiertes Lied Galkka Boda 갈까보다 – Soll ich gehen?
(Komposition: Kang Soul-leaf)

Neu arrangiertes Lied Myohan Iyagi 묘한이야기 – Seltsamer Bericht
(Komposition: Kang Soul-leaf)