Hayan Nabi ~ 하얀 나비

Veranstaltungsdatum
Mittwoch, 30. Januar 2019 / 19:00
Ort

Koreanisches Kulturzentrum
Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
Leipziger Platz 3
10117 Berlin

Eintritt
Frei. Verbindliche Anmeldung erforderlich.
Hayan Nabi ~ 하얀 나비

Neujahrskonzert im Koreanischen Kulturzentrum mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Park Minhee & Yoo Hong

Im Rahmen des Projektes „Returning Home“, das am 25. Januar im Radialsystem V in Berlin seine Deutschlandpremiere feiert, arbeitet das renommierte und innovative Solistenensemble Kaleidoskop mit koreanischen Musiker*innen zusammen. Wir freuen uns sehr, dass durch diese Kooperation auch ein Konzert im Koreanischen Kulturzentrum realisiert werden kann. Dieses bildet den Auftakt unserer monatlich stattfindenden Konzertreihe „Junge koreanische Talente“. Mit seinen unkonventionellen und innovativen Konzepten und der Suche nach neuen Aufführungsformen ist das Ensemble jedoch nicht nur Impuls für Nachwuchstalente. Eigens für das Konzert im Koreanischen Kulturzentrum haben einige Mitglieder des Ensembles zusammen mit der Sängerin und Performerin Park Minhee und dem Daegeum-Spieler Yoo Hong ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Kompositionen u.a. von Grégoire Simon, Jared Redmond und der Sängerin Park Minhee werden durch das 1. Streichquartett von Philip Glass ergänzt.

Musiker*innen

Park Minhee, Stimme
Yoo Hong, Daegum
Solistenensemble Kaleidoskop:
Mari Sawada, Violine
Grégoire Simon, Violine
Yodfat Miron, Viola
Boram Lie, Cello

Programm

Philip Glass
Streichquartett Nr. 1 (1966)
Part I

Jared Redmond
SHINTAK 신탁 (神託/Oracle, 2017-2018)
für Daegum Solo
Yoo Hong

Grégoire Simon
Ballade pour Lady Gagok (UA 2019)
(frei nach „Non piangere mia compagna“ von G. Verdi)
für Streichquartett, Daegum und Stimme

Chunmyeongok 춘면곡
Lied der Frühlingsmüdigkeit
für Stimme und Zuspielband
Park Minhee

Philip Glass
Streichquartett Nr. 1 (1966)
Part II

Kim Jung Ho
Hayan Nabi (1988)
Arrangement für Streichquartett, Daegum und Stimme
von Grégoire Simon

Über die Musiker*innen

Park Minhee, Stimme/Gagok (koreanischer Kunstgesang)

Park Minhee ist eine Künstlerin, die ihre Arbeit im Bereich der darstellenden Künste ansiedelt und hier viel experimentiert. Sie erforscht die soziale Bedeutung der traditionellen koreanischen Musik und die kulturelle und künstlerische Entkolonialisierung durch Performances unter Verwendung von Raum und Körper. In ihrer langjährigen Auseinandersetzung mit den Musiktraditionen Koreas hinterfragt sie die tief verwurzelte Haltung und die vorherrschende westliche Wahrnehmung der „traditionellen Musik“. Zu ihren interdisziplinären Theaterwerken gehören die Reihen „No Longer Gagok“ und „Promenade“; 2011 hat sie das Soloalbum „Love, Lie“ veröffentlicht.

Yoo Hong, Daegeum (koreanische Bambusquerflöte)

Der koreanische Daegeum-Spieler Yoo Hong ist Solist mit einem großen Repertoire, das von traditioneller koreanischer Musik bis zu zeitgenössischer Musik reicht. Er studierte Hofmusik, Sanjo, Shinawi und Volksmusik an der Gukak National High School und an der Seoul National University mit Musikern wie Seo Yong-Suk, Park Yong-Ho, Hwang Gyu-il, Choi Sam-Beom und Lim Jae-Won. Er studierte außerdem an der School of Oriental and African Studies, University of London und schloss 2009 sein Studium ab. Er begann daraufhin seine musikalische Karriere als Solist in Berlin. Er gewann zahlreiche Wettbewerbe und erhielt Auszeichnungen, z.B. den „Special Prize of the Dong A Concours“ und den „First Prize of the Jeonju Festival“. Er ist bei großen Festivals aufgetreten, darunter das World Minimal Festival (Amsterdam), das Klangspuren Festival (Schwaz), das Tongyeong International Music Festival (Korea), das Shanghai International Arts Festival (China) und das Trans Art Festival (Bolzano). Yoo Hong bemüht sich darum, das Potenzial seines Instruments sowie traditionelle koreanische Musik im Allgemeinen weiterzuentwickeln und bekannt zu machen. Er erweitert stetig sein Repertoire um traditionelle Stücke und neu komponierte Werken von europäischen Komponisten.

Grégoire Simon, Komposition/Violine

Grégoire Simon wurde in Paris geboren und lebt und arbeitet als Komponist, Arrangeur und Interpret in Berlin und Paris. Ausgebildet als Geiger und Bratschist in diesen beiden Städten, wurde er 2012 von Pierre Boulez für die Solo-Viola-Stelle in dem renommierten Ensemble Intercontemporain in Paris ausgewählt. Nach vier bereichernden Jahren und zahlreichen Konzerten mit diesem Ensemble in Europa und weltweit, widmet sich Grégoire Simon mehr der Komposition und der elektronischen Musikproduktion. Seine Stücke wurden u.a. beim Wien Modern Festival 2016/2017 uraufgeführt. Bekannt für seine höchst originellen Arrangements, arbeitet er regelmäßig zusammen mit dem Ensemble Intercontemporain, dem Solistenensemble Kaleidoskop und dem Andromeda Mega Express Orchestra. Er ist Teil des Duos Yes Soeur! und komponierte und produzierte in den letzten Jahren Musik für Tanzkompanien, die u.a. im Palais de Chaillot Paris, der Biennale de Lyon, der Opera de Lyon, dem Ballet National de Marseille und im Tanzhaus Düsseldorf zu hören war.

Solistenensemble Kaleidoskop

Das 2006 in Berlin gegründete Solistenensemble Kaleidoskop hat sich im Laufe der Jahre stetig gewandelt und immer wieder innovative Formen der Musikvermittlung erprobt. In enger Zusammenarbeit mit Künstler*innen anderer Genres sucht Kaleidoskop nach neuen Aufführungsformen; die Musiker*innen werden dabei auch selbst zu Performern und Darstellern.

Das Repertoire reicht vom Frühbarock bis zur aktuellen Musik, auch eigene Musikkonzepte werden entwickelt. Kaleidoskop arbeitet eng mit dem Radialsystem V in Berlin zusammen und ist zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Kunstfest Weimar, den KunstFestSpielen Herrenhausen, dem Sydney Festival, dem Holland Festival, operadhoy Madrid, Wien Modern oder den Donaueschinger Musiktagen und war „Ensemble in Residence“ bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker und dem Klarafestival in Belgien. Kaleidoskop spielt an Häusern wie dem Concertgebouw Brügge, dem Harpa in Reykjavík, dem Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden und dem Kampnagel Hamburg, dem Berghain und der Berliner Philharmonie. Im Laufe des künstlerischen Engagements hat das Solistenensemble mit Künstler*innen wie Sasha Waltz, Sabrina Hölzer, Jennifer Walshe, Georg Nussbaumer, Laurent Chétouane, Sebastian Claren und der Band Mouse on Mars zusammengearbeitet.