Literatur

LYRIK-TALK mit Don Mee Choi

Veranstaltungsdatum
Mittwoch, 04. September 2019 / 18:00
Ort

Koreanisches Kulturzentrum
-- Space GODO --
Leipziger Platz 3
10117 Berlin

Eintritt
ist frei!
LYRIK-TALK mit Don Mee Choi

                                                        LYRIK-TALK mit Don Mee Choi 

                                                   „Hardly War“(Gedichtband 2016)

                                                     - Lesung und Gespräch - 

Don Mee Choi, 1962 in Seoul/Südkorea geboren, lebt seit gut dreißig Jahren in den USA. 1972 floh sie mit ihrer Familie aus Korea vor der Militärdiktatur nach Hong Kong. Zehn Jahre später zog ihre Familie zuerst in die Bundesrepublik Deutschland, später nach Australien. Zu dieser Zeit studierte Choi bereits an einer amerikanischen Universität Kunst. Sie promovierte in den Bereichen zeitgenössische koreanische Literatur und Übersetzung und gilt heute als eine der herausragendsten Übersetzer*innen moderner koreanischer Dichterinnen ins Englische. Don Mee Choi, ist die Autorin von The Morning News Is Exciting (Action Books, 2010), Hardly War (Wave Books, 2016) und DMZ Colony (Wave Books, Erscheinungsdatum: 2020) sowie mehrerer Sammelbände, Gedichtbroschüren und Aufsätze. Sie erhielt den Whiting Award, das Lennan Literary Fellowship und den Lucien Stryk Translation Prize. Choi übersetzte mehrere Sammlungen von Kim Hyesoons Gedichten, einschließlich der „Autobiography of Death", mit der sie 2019 den renommierten Griffin Poetry Prize gewann. Derzeit nimmt sie am Berliner Künstlerprogramm des DAAD teil.

Don Mee Choi über ihr Werk:
„In Hardly War (2016) wollte ich untersuchen, wie eine Sprache der Wunde klingen und aussehen könnte. Dazu habe ich Fotografien, die mein Vater während des Korea- und des Vietnamkrieges gemacht hat, in meine Gedichte eingearbeitet, sodass die Bilder und Klänge Teil eines antikolonialen poetischen Widerstands werden. Race/Identität verschränkt mit Geopolitik und Geopolitik verschränkt mit Lyrik. Hardly War wird von einer geopolitischen Poetik angetrieben, die sich der Geschichte widersetzt, ihre Verbindungen zu kolonialisierender Macht kappt.“ (Übersetzt von Charlotte Thießen)



„Hardly War“ nach zu urteilen hat Choi das journalistische Gespür für das richtige Detail von ihrem Vater geerbt. Sie weiß, wann sie sich zurücknehmen und das Material für sich sprechen lassen muss. (…)                                                                                                                    Chois Verwendung hybrider Formen – Poesie, Denkschrift, Opern-Libretto, Bilder und Artefakte der Karriere ihres Vaters als Fotojournalist im Korea- und Vietnamkrieg – lassen sie Themen wie Ungerechtigkeit, Imperium, Geschichte und Identität entdecken… (New York Times, April 2016, inoff. Übersetzung)

 

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Podium:

  • Don Mee Choi
  • Simone Kornappel (Moderation)
  • Judith Seither (Sprecherin)
  • Sarah-Désirée Tiemann (Dolmetscherin

* Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt (Verdolmetschung Englisch <--> Deutsch, NICHT KOREANISCH!)

Wir würden uns über Ihre Teilnahme freuen!