Literatur

Online-Lesekreis im November

Veranstaltungsdatum
Mittwoch, 04. November 2020 / 18:00
Ort

ONLINE

Online-Lesekreis im November

ONLINE-CHAT: HINWEISE ZUM LESEKREIS IN ZEITEN VON CORONA:
WIE? WO? WANN?

Aufgrund der aktuellen Situation findet der Lesekreis derzeit NICHT in den Räumlichkeiten des Koreanischen Kulturzentrums, sondern ONLINE statt.

Der Roman "Vögel" (2005) von der Autorin Oh Jung-Hee ist Grundlage für das Gespräch. Teilnehmer*innen des Lesekreises sollten das Buch vorab gelesen haben, um sich am Lesekreis-Abend an der Diskussion beteiligen zu können.


Der Online-Lesekreis findet am 4. November um 18:00 Uhr über die Kommunikationsplattform Jitsi Meet statt. Für die Teilnahme am Gespräch sind weder Anmeldung noch Installation erforderlich.


TECHNISCHE VORAUSSETZUNGEN:

  • Mikrofon und Kamera (bei Laptops zumeist fest integriert!)
  • Stabile Internetverbindung
  • Browser: Chrome (empfohlen), aber auch andere Betriebssysteme möglich - oder per App (für mobile Endgeräte): Jitsi Meet

ALLGEMEINE HINWEISE:

  • Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse nötig. Jede*r ist herzlich willkommen!
  • Die literarischen Werke werden privat gelesen und bilden so die Grundlage für die Diskussion im jeweiligen Lesekreis.

 

AUTORIN UND WERK: OH JUNG-HEE „VÖGEL“ (ROMAN, 2005)

„Die Ansicht, dass die Kinderwelt naiv, hell und glücklich sei“, stellt für Oh Jung-Hee „ein furchtbares Missverständnis der Erwachsenen“ dar. Die Geschichte zweier südkoreanischer Kinder erzählt sie denn auch konsequent aus der Sicht des Mädchens Uumi, das allein für sich und seinen jüngeren Bruder Uuil sorgt.

Die beiden Geschwister leben, nachdem sie zuerst von der Mutter, dann auch vom Vater verlassen worden sind, in einer ärmlichen Hinterhofwohnung, die ihnen Nest und Käfig zugleich ist. Der Bruder möchte am liebsten fliegen können wie der Weltraumjunge Toto im Fernsehen, der für Gerechtigkeit kämpft. Und Uumi sehnt sich danach, so schnell wie möglich erwachsen zu werden, um in die Zukunft aufzubrechen. Unbeirrbar halten sie an ihren Träumen fest.

ÜBER DIE AUTORIN

Oh Jung-Hee (geb. 1947 in Seoul) war wegen des Koreakrieges (1950-1953) jahrelang mit ihrer Familie auf der Flucht und verarbeitete ihre Erlebnisse in ihrer Erzählsammlung „Der Hof meiner Kindheit“ (2001) und der Erzählung „Die Chinesenstraße“ (1999). 1966 begann sie an der Sarabol Universität in Südkorea ihr Literatur-Studium und feierte 1968 ihr Debüt mit der Erzählung „Die Frau im Spielzeugladen“, für die sie den Literaturpreis der koreanischen Tageszeitung JoongAng Ilbo erhielt. Ihr Roman „Vögel“ wurde 2003 mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet. Sie erhielt außerdem 1979 den Yi-Sang-Literaturpreis für ihr Werk „Evening Game“ (1989) und 1982 den Tongin-Literaturpreis für ihren Roman „Kupferspiegel“ (1986), die beide zu den renommiertesten Literaturpreisen Koreas zählen. Heute lebt sie in Chunchon/Südkorea und gehört zu den bedeutendsten Autor*Innen Südkoreas.

MEDIENECHO

  • „Die Welt aus der Kinderperspektive – wütend, provokativ und weise.“ (Der Tagesspiegel)
  • „Oh Jung-Hee wählt den lakonischen Ton, der die Tragödie der zwei verstoßenen Kinder auf das stumme Entsetzen festschreibt.“ (Augsburger Allgemeine)
  • „Die Kunst dieses Buches besteht darin, dass es federleicht erzählt, was sich bleischwer auf die Seele der Heranwachsenden legt.“ (Dierk Szekielda, In Asien)
  • „Ein Buch, in dem sich die Gezeiten innerhalb eines einzigen Satzes ändern; ein Buch, das voll Nostalgie und Trauer, aber auch voll Hoffnung ist.“ (Literatour)
     

Wir würden uns freuen, wenn Sie dabei wären!