Kunst

Project ON #6 - ERINNERUNG AN DIE KOREANISCHE TEILUNG

Dauer
19. Juli 2019 - 31. August 2019
Vernissage
Donnerstag, 18. Juli 2019 / 19:00
Ort

gallery damdam
Koreanisches Kulturzentrum
Kulturabteilung der Botschaft der Republik Korea
Leipziger Platz 3, 10117 Berlin

Eintritt
frei
Photo by Yuyang Liu

Project ON #6 - ERINNERUNG AN DIE KOREANISCHE TEILUNG

 

Ausstellungszeitraum: 19.07.2019 - 31.08.2019

Kuratorin: Ka Hee Jeong

Künstler*innen:  Yunsun Jung (Korea), Jinran Kim (Korea), Yuyang Liu (China), Claudia Schmitz (Deutschland), Susanna Schoenberg (Italien), Tzusoo (Korea)

Eröffnung: 18.07.2019 (Do), 19.00 Uhr

 

Gegenwärtig wird weltweit mit großem Interesse verfolgt, wie sich die Beziehungen zwischen Süd- und Nordkorea weiterentwickeln. Auch in der südkoreanischen Kunstszene steht die Situation auf der koreanischen Halbinsel im Fokus, angefangen mit dem „REAL DMZ“-Projekt, dem Motto der Biennalen von Gwangju und Busan im Jahr 2018 sowie verschiedenen Kunstprojekten, die die koreanische Teilung behandeln. Anlässlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls im Jahr 2019 besteht auch in Deutschland ein sowohl direktes als auch indirektes Interesse an der gegenwärtigen Lage auf der koreanischen Halbinsel. Das Thema des öffentlichen Ausschreibungsprogramms des Koreanischen Kulturzentrums folgt ebenfalls dieser allgemeinen Interessenlage. Dennoch wirft es eine etwas andere Fragestellung auf und möchte sich der koreanischen Halbinsel und der damit zusammenhängenden Welt annähern. Wie werden wir in unserem Lebensraum und –alltag an Nordkorea und die Realität der Teilung erinnert? Durch dieses Ausstellungsprojekt möchten wir einen Dialog darüber anstoßen, an welchem Ort und in welcher Form wir nach der Teilung leben, und an welchem Ort und in welcher Welt wir in der nahen Zukunft leben wollen.

„Die DMZ ist ein politisches Faktum und eine Landschaft, in der sich Traumata, Verlust, Schmerz, Zeitlichkeit, Gewalterfahrung einer ganzen Nation bündeln und künstlerische Reflexionen zu politischen und kulturellen Themen herausgefordert werden. Heimat, Familie, Exil, Landschaft, Orte, Verlust, Zugehörigkeit, Würde, Solidarität und Neuanfang wirken von hier aus in die gesamte Gesellschaft hinein und haben nachfolgende Generationen nachhaltig beeinflusst. Es werden künstlerische Vorschläge und Konzepte gesucht, die die Erinnerungen der Vergangenheit vor dem Vergessen oder Verdrängen bewahren, zugleich aber aus diesen schmerzlichen Erinnerungen und Erfahrungen Vorschläge aufzeigen, welche die Gegenwart in modernen Gesellschaften zu gestalten vermögen. Es werden künstlerische Werke ausgewählt, die eine angemessene Form von Erinnern und Bezeugen herausarbeiten und eine Rückeroberung der Zukunft andeuten.“ – Dr. Britta Schmitz