Schüler:innen aus der Ukraine und aus Deutschland erhalten einen Einblick in die koreanische Kultur

Die deutsch-ukrainische Besuchergruppe im Koreanischen Kulturzentrum (Fotos: Maria Engel)

Das Koreanische Kulturzentrum konnte am 29. Juni eine deutsch-ukrainische Schülergruppe vom Gymnasium Carolinum in Neustrelitz bei sich begrüßen. 33 Schüler:innen - darunter eine Willkommensklasse aus der Ukraine mit 27 Schüler:innen der Klassenstufen 7 – 10 und 6 Schüler:innen der Koreanisch-AG des Gymnasiums - besuchten am Vormittag das Kulturzentrum und nahmen an einem abwechslungsreichen Programm teil, in dem verschiedene Aspekte der koreanischen Kultur vorgestellt wurden. Begleitet wurde die Gruppe vom stellvertretenden Schulleiter des Gymnasiums Carolinum Herrn Martin Neutmann, von der ukrainischen Lehrerin Iryna Postolova und von der Koreanischlehrerin Young In Go.

Zum Auftakt der Veranstaltung sprach der Leiter des Koreanischen Kulturzentrums, der Gesandte-Botschaftsrat Dr. LEE Bongki, ein kurzes Grußwort: „Über Nacht musstet Ihr (…) hier in Deutschland einen Neuanfang machen. Es ist ein Neuanfang mit einer neuen Sprache und einer neuen Umgebung. Sicher ist es nicht immer einfach, den Alltag zu meistern. Deshalb möchte ich Euch alle einladen, heute in die koreanische Kultur einzutauchen und Eure Alltagssorgen für ein paar Stunden zu vergessen“, hieß es darin. Young In Go, die am Gymnasium Carolinum Koreanisch unterrichtet, läutete die Veranstaltung mit einer interaktiven Einführung zu Korea und zur koreanischen Sprache ein. Für die Schüler:innen aus der Ukraine, welche die deutsche Sprache noch nicht perfekt beherrschen, übersetzte die ukrainische Lehrerin Iryna Postolova.

Einführung in den K-Pop-Tanz 

In verschiedenen musikalischen Beiträgen lernten die Schüler:innen unterschiedliche Facetten der koreanischen Musik kennen. Die Musikerinnen Ju Hee Kim und Hyunjeong Park spielten im Duett ein Stück auf der traditionellen koreanischen Zither Gayageum und vermittelten so den Reiz dieses Instruments. Der Tenor Ju Hyeok Lee und die Pianistin Inhoi Kwon präsentierten koreanisches und internationales Liedgut sowie Solowerke für Klavier. Sie trugen unter anderem das berühmte koreanische Volkslied „Arirang“, „River Flows in You“ des koreanischen Komponisten und Pianisten Yiruma und „Dein ist mein ganzes Herz“ von Franz Lehar vor. Das Highlight bildete das ukrainische Volkslied „Chervona Ruta“ von Volodymyr Ivasyuk. Es rief viele Emotionen hervor und veranlasste die ukrainischen Schüler:innen zum Mitsingen und Mitklatschen.

In dem anschließenden Exkurs in den K-Pop-Tanz mit K-Pop-Tanzlehrerin Denise Kreienbrink­ wurde eine Choreografie erlernt und nachgetanzt. Des Weiteren erhielt die Gruppe einen Einblick in die Kalligrafie und einen von Kalligrafie- und Zenmeister Byong Oh Seunim von Hand beschriebenen Fächer mit den Namen der jeweiligen Schüler:innen als Geschenk.  

Der Besuch endete mit einem koreanischen Buffet, bei dem die Gäste von Kimbap (mit Algen umwickelte, gefüllte Reisrolle) über Fried Chicken bis hin zu Kimchi Jeon (Kimchi-Pfannkuchen) und Japchae (Glasnudelsalat) verschiedene beliebte Gerichte der koreanischen Küche kennenlernen konnten. Auch für koreanischen Nachtisch und ausreichend Getränke war gesorgt. Das bis dato unbekannte Essen kam bei den Besucher:innen gut an. Gegen 13.00 Uhr verabschiedete sich die Gruppe und nahm viele neue Eindrücke aus Korea mit nach Hause.

Das Koreanische Kulturzentrum hofft, bald wieder ähnliche Veranstaltungen durchführen zu können!

 

Text: Nele Steffen