Kunst

Begin Again

Dauer
02. Juli 2022 - 12. August 2022
Vernissage
Freitag, 01. Juli 2022 / 18:00
Ort

Koreanisches Kulturzentrum
Leipziger Platz 3
10117 Berlin 

Eintritt
kostenlos

Gruppenausstellung mit 6 Künstler:innen, ausgewählt von renommierten britischen und deutschen Expert:innen.

KCC Germany X UK Ausstellung

Begin Again

Das Koreanische Kulturzentrum in Deutschland wird am 1. Juli (Fr.) in Zusammenarbeit mit dem Koreanischen Kulturzentrum UK die Ausstellung „Begin Again" im Rahmen des Open Calls eröffnen.

Wenn die heutigen Umstände uns dazu zwingen, die Welt anders zu sehen, als wir sie bisher kannten, was könnten wir dann mit anderen Augen sehen? Wie können in unsicheren Zeiten Beständigkeit, Klarheit und positive Zukunftsvorstellungen vermittelt werden? Die neue multimediale Ausstellung „Begin Again“ zeigt Wege auf, wie Innovationen klanglicher, visueller, skulpturaler oder erfahrungsbezogener Natur unsere Ansichten verändern können.

Insgesamt sind 759 Bewerbungen beim KCC Germany X UK Open Call 2022 eingegangen. Von den Juroren Alessio Antoniolli (Direktor von Gasworks), Dr. Zoé Whitley (Direktorin der Chisenhale Gallery), Dr. Andreas Beitin (Direktor des Kunstmuseum Wolfsburg) und Dr. Sven Beckstette (Kurator der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof) wurden darunter sechs Künstlerinnen und Künstler für die Ausstellung ausgewählt.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:

  • Sooun Kim (Korea)
  • Yambe Tam (USA)
  • Iden Sungyoung Kim (Korea)
  • Nina Nowak (Germany)
  • Kyungmin Sophia Son (Korea)
  • Ya-Wen Fu (Taiwan)

 


 

Ausstellungsthema

BEGIN AGAIN

Wohin wendet man sich in Zeiten der Unruhe, um Ruhe zu finden? Was strahlt Beständigkeit und eine klare Perspektive aus, wenn die Unsicherheit überhandnimmt? Wie können wir uns eine positivere Zukunft jenseits der Realitäten der gegenwärtigen globalen Erfahrung vorstellen? Welche Innovationen, seien sie klanglicher, visueller, skulpturaler oder erfahrungsbezogener Natur, ermöglichen es uns, unsere Positionen zu verschieben, unsere Blickwinkel zu verändern und unsere Annahmen zu hinterfragen? 

Die vorausschauende und populäre Science-Fiction-Autorin Ursula K. Le Guin schrieb in ihrem Roman The Left Hand of Darkness (1969): "Das Einzige, was das Leben möglich macht, ist die permanente, unerträgliche Ungewissheit, nicht zu wissen, was als Nächstes kommt", was darauf hindeutet, dass es gerade das Fehlen von etwas Endgültigem ist, das uns vorantreibt, uns nach Antworten suchen lässt und den Spielraum für neue Möglichkeiten erweitert. Der Prozess des Hinterfragens durch Dunst und Nebel der Destabilisierung hat also das Potenzial, Perspektiven zu verändern und zum Wachstum zu verhelfen. 

Eine ähnliche Existenzphilosophie, die sich mit der Veränderung befasst, gibt es auch in der Welt von Octavia E. Butler, einer weiteren orakelhaften Stimme der spekulativen Literatur, die in ihrem Klassiker Parable of the Sower (1993) schrieb: "Alles, was du berührst, veränderst du. Alles, was du veränderst, verändert dich. Die einzig anhaltende Wahrheit ist die Veränderung." Das Ergebnis ist eine Überarbeitung und Umwidmung, die unmöglich gewesen wäre, wenn es nur Stillstand gegeben hätte.

In den literarischen Traditionen, die sowohl Le Guin als auch Butler geschaffen haben, werden epische Wege eingeschlagen, die das Lernen und die Anpassung an zuvor undenkbare Situationen auf dem Weg zu Freiheit und Selbsterkenntnis erfordern. Wenn die heutigen Umstände uns dazu zwingen, die Welt anders zu sehen, als wir sie bisher kannten, was könnten wir dann mit anderen Augen sehen?

 

Alessio Antoniolli & Zoé Whitley

 


 

Unsere Juroren

Alessio Antoniolli ist Direktor von Gasworks, wo er ein Programm von Ausstellungen, internationalen Residenzen und partizipativen ("Mitmach-") Veranstaltungen leitet. Außerdem ist er Direktor des Triangle Network, eines weltweiten Netzwerks von Organisationen für visuelle Kunst, die zusammenarbeiten, um den Austausch von Künstlern zu fördern und Wissen miteinander zu teilen. Er hat zahlreiche Vorträge gehalten und war Mitglied einiger Jurys, unter anderem für den Turner Preis 2019.

Dr. Zoé Whitley ist Direktorin der Chisenhale Gallery.

Chisenhale ist ein führender gemeinnütziger Ausstellungsraum, der von Künstlern im Londoner East End gegründet wurde, welcher neue Kunstwerke produziert und in Auftrag gibt. Zu Dr. Whitleys Ausstellungsmitwirkungen zählen die Mitkuratierung von Elijah Pierce's America (Barnes Foundation), die Kuratierung des britischen Pavillons (Biennale Venedig 2019) und die Mitkuratierung der preisgekrönten internationalen Wanderausstellung Soul of a Nation: Art in the Age of Black Power. Sie schreibt viel über zeitgenössische Künstler. Dr. Whitley ist Kuratorin von Creative Access und des Decolonising Arts Institute. Zuvor war sie unter anderem als Hauptkuratorin (Hayward Gallery), Kuratorin für internationale Kunst (Tate Modern) und Kuratorin für zeitgenössische Programme (V&A) tätig.

Dr. Andreas Beitin ist Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg.

Er war zuvor Direktor des Ludwig Forums für Internationale Kunst in Aachen, Vorsitzender des Beirats für Bildende Kunst am Goethe-Institut und Kurator, später Direktor des ZKM | Museum für Neue Kunst in Karlsruhe. Dr. Beitin ist seit vielen Jahren Mitglied verschiedener Kunstjurys und wissenschaftlicher Kommissionen (u.a. Fraunhofer-Gesellschaft, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), RWE-Stiftung, Volkswagen-Stiftung).

Dr. Sven Beckstette ist Kurator des Hamburger Bahnhofs - Museum für Gegenwart - Berlin.

Zuvor arbeitete Dr. Beckstette von 2010 bis 2012 als geschäftsführender Redakteur der Berliner Kunstzeitschrift "Texte zur Kunst", deren Beirat er angehört. Von 2012 bis 2016 war er als Kurator am Kunstmuseum Stuttgart tätig, wo er die umfangreiche Otto Dix Sammlung und das Museum Haus Dix, die Niederlassung am Bodensee, betreute.

 

Weitere Veranstaltungen

07 Okt
Musik 07.10.2022, 19:00
19:00 Workshop-Band feat. Hanyang University | 20:30 SB Circle
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